Lösungshilfen für Tintenmarkierprobleme

Lösungshilfen bei Problemen mit Tinten und Tintenpatronen

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Der folgende Abschnitt beschreibt häufige Symptome, die typisch sind für Probleme mit Tinten und Tintenpatronen. Viele dieser Symptome können allerdings auch eine andere Ursache haben oder Nebensymptom eines ganz anderen Problems sein. Entsprechende Informationen finden Sie möglicherweise in den anderen auf der Website angebotenen Lösungshilfen. Klicken Sie hier, um ein Problemberichtformular für Tinten und Tintenpatronen auszufüllen. Wir werden uns innerhalb eines (1) Tages nach Erhalt des Formulars mit Ihnen in Verbindung setzen.

Unter den nachfolgend aufgeführten Symptomen werden mögliche Ursachen und Lösungen, geordnet nach Häufigkeit beschrieben.

1)

Tintenpunkte platzen nach der Aushärtung
2)Tintenpunkte blättern nach der Aushärtung ab
3)Die Tinte erscheint zu dünnflüssig
4)Die Tintenpunkte haben eine unregelmäßige Form
5)Die Tintenpunkte sind zu groß
6)Die Tintenpunkte sind zu klein
7)Es werden Punkte ausgelassen
8)Die Punktgröße ist uneinheitlich
9)Die Tinte haftet schlecht
10)Die Tinte ist transparenter als üblich
11)Die Patronenspitze reicht nicht bis zur Wafer-Oberfläche
12)Das Gerät funktioniert normal, aber es werden keine Punkte abgegeben und das Shuttle bewegt sich nicht (betrifft nur pneumatische Tintenmarkierer)
13)Das Gerät funktioniert normal, das Shuttle bewegt sich, aber es werden keine Punkte abgegeben (betrifft nur pneumatische Tintenmarkierer)
14)Der Tintenmarkierer erzeugt Punkte während eines Luftstoßes oder die Tinte fließt aus der Patrone, obwohl der Schalter auf 'SETUP' gestellt ist (betrifft nur pneumatische Tintenmarkierer)
15)Tinte fließt aus der Patronenoberseite heraus (betrifft nur Filament-Tintenmarkierer)
16)Um den Tintenpunkt bilden sich Ringe
17)Die Punkte sind torusförmig (Loch in der Mitte)
18)Die Tintenpatrone läuft aus
19)Die Punktgröße schwankt (uneinheitliche Punktgröße)
20)Die Tinte erscheint dickflüssiger als üblich
21)An der Nadelspitze sammelt sich Tinte (Tropfenbildung)
22)Während der Markierung spritzt Tinte auf einen benachbarten Chip
23)Während der Markierung breiten sich Tintenpunkte auf benachbarte Chips aus
24)Während der Post-Probe-Bearbeitung werden Tintenpunkte durch Lösungsmittel oder mechanische Einwirkung entfernt
25)Ausgehärtete Tintenpunkte sind zu hoch
26)Die Tinte härtet nicht in der normalen Zeit aus (betrifft nur lufttrocknende Tinten)
27)Die Lebensdauer der Patrone war kürzer als üblich
Format für Symptom/Ursache/Lösung:

Symptom: Beschreibt das Symptom
Ursache a): Beschreibt Ursache A für das Symptom 
Lösung a): Beschreibt Lösung(en) für Ursache A
Ursache b): Beschreibt Ursache B für das Symptom 
Lösung b): Beschreibt Lösung(en) für Ursache B
(es folgen möglicherweise weitere Ursache/Lösungspaare)
Weitere Informationen: Wird angegeben, wenn es weitere Informationen oder Verweise auf andere Ursachen gibt, zum Beispiel: "Siehe Wartungsprozedur für pneumatisches Shuttle".

 

1.) Symptom: Tintentropfen platzen nach der Aushärtung

Ursache
a): Die Zeitspanne zwischen der Markierung des Wafers und der Hitzebehandlung ist zu lang (betrifft nur Tinten der 699x-Serie von Markem).
Lösung a): Xandex empfiehlt die Hitzebehandlung von mit 699x-Tinten markierten Wafern spätestens zwei Stunden nach der Markierung. Bei starker Luftzirkulation oder hohen Umgebungstemperaturen können sogar zwei Stunden zwischen Markierung und Aushärtung zu lang sein.

Ursache b): Die Tinte wurde an einer Stelle aufgebracht, wo zwei Wafer-Oberflächen mit unterschiedlichem Hitzeausdehnungskoeffizienten aufeinander treffen. Wird der Wafer während der Aushärtung erhitzt, dehnen sich diese Oberflächen unterschiedlich aus und es bilden sich Risse im Tintenpunkt.
Lösung b): Platzieren Sie die Tintenpunkte an einer anderen Stelle mit einheitlicher Oberfläche. 

Ursache c): Die Tinte ist vor der eigentlichen Ofentrocknung zum Teil bereits bei niedriger Temperatur (zwischen Raumtemperatur und 50° C) ausgehärtet. In bestimmten Situationen härten die Randbereiche der Tintenpunkte bereits bei niedrigen Temperaturen aus. Werden teilweise ausgehärtete Tintenpunkte im Ofen erhitzt, zieht sich das noch flüssige Innere des Punkts zusammen und verursacht Risse.
Lösung c): Verkürzen (oder verlängern ) Sie den Zeitraum, den die Wafer niedrigen Temperaturen ausgesetzt sind. Bei Verwendung eines Hot-Chucks sollten Sie die Chuck-Temperatur anpassen oder auf den Hot-Chuck komplett verzichten. Markem-699x-Tinten sind nicht für den Einsatz mit einem Hot-Chuck ausgelegt.

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2.) Symptom: Tintenpunkte blättern nach der Aushärtung ab

Ursache a):
Die Tinte wird auf eine Oberfläche mit ungewöhnlich niedriger Oberflächenspannung aufgebracht.
Lösung a): Erhöhen Sie die Oberflächenspannung vor Beginn der Tintenmarkierung. Geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Hafteigenschaften sind die Gasplasmareinigung / Oberflächenaktivierung und/oder Behandlung mit Lösungsmittel. In einigen Fällen führt auch eine Erhöhung der Aushärtetemperatur auf ca. 150o C zu einer Verbesserung der Hafteigenschaften.

Ursache b): Verunreinigung der Wafer-Oberfläche.  
Lösung b): Jede Fremdsubstanz mit schwacher Eigenhaftung am Substrat, oder die zu einer Erniedrigung der Oberflächenspannung führt, hat eine schlechte Oberflächenhaftung der Tinte zur Folge, wodurch diese abblättert. 

Weitere Informationen: Siehe auch Datenblatt zum DieMark Ink Remover

Ursache c): An den Tintenpunkten haben sich während der Trocknung Risse gebildet, was eine schlechte Haftung zur Folge hat.
Lösung c): Weitere Ursachen und Lösungen entnehmen Sie dem Abschnitt Tintentropfen platzen nach der Aushärtung.

Ursache d): Batch-spezifisches Tintenproblem.
Lösung d): Schicken Sie die Patronen zur Überprüfung und einem eventuellen Garantieaustausch an Xandex zurück.

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3.) Symptom: Die Tinte erscheint zu dünnflüssig

Ursache a): Die Tinte wird auf eine Oberfläche mit ungewöhnlich hoher Oberflächenspannung aufgebracht. Je nach Art des Materials weichen Ausbreitungsverhalten und Größe des Tintentropfens stark von der Norm ab.
Lösung a): Verwenden Sie eine andere Patronengröße und/oder eine Tinte mit höherer Viskosität. Wenn Sie DieMark-2 verwenden, verringern Sie die Größeneinstellung, um das Punktwachstum auszugleichen.

Ursache b): Die Umgebungstemperatur übersteigt den auf der Patronenverpackung angegebenen Maximalwert (oder ist höher als die übliche Betriebstemperatur). Die Viskosität der Tinte sinkt bei höheren Temperaturen. Die Lagertemperatur der Tinte und die Temperatur während der Markierung müssen sich im empfohlenen Rahmen bewegen.
Lösung b): Sorgen Sie für die Einhaltung der Lager- und Markiertemperatur: Lagerung = 50o-77o F (10-25o C). Markierung = 67o-77o F (19,5-25o C). 

Ursache c): Die Viskosität der Tinte ist unter den angegebenen Bereich gefallen. Unter normalen Umständen und solange die Patronen das Verfallsdatum nicht überschritten haben und korrekt gelagert und verwendet wurden, sollte dies nicht geschehen. Bei einigen Tinten kann es aber zur Änderung der Viskosität kommen, wenn sie während des Transports extremen Temperaturen ausgesetzt waren.
Lösung c): Schicken Sie einige Patronen zur Überprüfung und einem eventuellen Garantieaustausch an Xandex zurück.

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4.) Symptom: Die Tintenpunkte haben eine unregelmäßige Form

Ursache a):  Die Tinte wird auf eine unregelmäßig geformte Oberfläche aufgebracht. Eine rauhe oder gemusterte Oberfläche verursacht unregelmäßig geformte Tintenpunkte, da die Tinte sich in den Höhen und Tiefen der Oberfläche unterschiedlich verteilt.
Lösung a): Platzieren Sie die Tintenpunkte an einer anderen Stelle auf dem Chip mit gleichmäßiger Oberfläche.

Ursache b):  Die Z-Höhe ist zu niedrig eingestellt. Wiederholt auftretende, nicht gleichmäßig geformte Tintenpunkte lassen auch auf eine ungenaue Z-Justierung schließen.
Lösung b):  Ändern Sie die Z-Höhe auf einen Wert, der zu gleichmäßig runden Punkten ohne Auslassungen führt.

Weitere Informationen: Detaillierte Anweisungen entnehmen Sie dem Abschnitt zur Einrichtung im Betriebshandbuch des Tintenmarkierers.

Ursache c):  Die Nadelspitze ist beschädigt.
Lösung c):  Tauschen Sie die beschädigte Patrone gegen eine neue Patrone aus.

Ursache d): Die Tinte wird auf eine Oberfläche mit unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung aufgebracht. Variationen in der chemischen Zusammensetzung der Oberfläche haben unterschiedliche Oberflächenspannungen zur Folge. Die Tinte fließt besser an Stellen mit hoher Oberflächenspannung.
Lösung d):  Sorgen Sie für eine möglichst einheitlich beschaffene Oberfäche. Kann die uneinheitliche Beschaffenheit der Oberfläche auf organische Verunreinigungen zurückgeführt werden, schafft die Reinigung mit kaltem Gasplasma oder Lösungsmittel möglicherweise Abhilfe.

Ursache e): Die Länge oder der Durchmesser des Filaments in der Patrone oder der Durchmesser der Nadel entsprechen nicht der Spezifikation (betrifft nur Filament-Systeme).
Lösung e): Tauschen Sie die Patrone gegen eine neue Patrone aus. Schicken Sie die verdächtige Patrone zur Überprüfung und einem eventuellen Garantieaustausch an Xandex zurück.

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